Du kannst überall ein Glas Wein trinken. Aber ein Glas genau da, wo der Wein wächst, ist etwas anderes. Dafür reicht ein Wochenende.
Uns fragen viele, wie es da eigentlich aussieht, wo HEAVEN und HELL herkommen. Die ehrlichste Antwort: fahr hin. Das hier ist kein Reiseführer mit zwanzig Geheimtipps und drei gesponserten Restaurants. Das ist die Route, die wir selbst fahren, wenn wir an den See wollen. Drei Tage, zwei Übernachtungen, kein Stress. Und am Ende weißt du, warum unser Wein so schmeckt, wie er schmeckt.
Freitag: Ankommen in Konstanz
Plane die Anreise so, dass du am frühen Abend da bist. Auto abstellen, Tasche ins Zimmer, fertig. Konstanz ist eine Stadt der kurzen Wege, alles Wichtige liegt zwischen Altstadt und Wasser. Geh zuerst durch die Niederburg, das älteste Viertel der Stadt: schmale Gassen, alte Weinstuben, kaum Autos. Von dort bist du in fünf Minuten an der Seepromenade.
Und dann machst du das, was hier alle machen: aufs Wasser schauen. Am Hafen dreht sich die Imperia auf ihrer Säule, die Schiffe laufen ein, hinter dem Schweizer Ufer geht die Sonne unter. Hol dir ein Glas und bleib sitzen, bis es dunkel ist. Nebenbei: In dieser Stadt wird seit 1225 gekeltert, in einer der ältesten Kellereien Deutschlands. Du sitzt hier also nicht einfach am Wasser. Du sitzt mitten in einer sehr alten Weinstadt, die zum Glück nie verstaubt ist.

Samstag: Mit der Fähre nach Meersburg
Der Samstag gehört dem anderen Ufer. Von Konstanz-Staad pendelt die Autofähre nach Meersburg, praktisch rund um die Uhr, eine Viertelstunde Überfahrt. Nimm eine frühe Fähre, stell dich an die Reling und schau zurück auf die Stadt. Diese fünfzehn Minuten auf dem Wasser sind besser als jeder Espresso.
Meersburg selbst ist schnell erklärt: eine Oberstadt, eine Unterstadt, dazwischen Reben. Direkt hinter der Uferpromenade ziehen sich Terrassen den Hang hoch, so steil, dass kein Traktor raufkommt. Alles Handarbeit. Diese Lagen zählen zu den steilsten Weinlagen am See, und genau hier wachsen unsere Trauben. Warum diese Steilheit kein Nachteil ist, sondern der Grund für den Geschmack, haben wir im Artikel über die Steillagen von Meersburg aufgeschrieben.
Lauf durch die Weinberge hoch, bis die Stadt unter dir liegt. Von oben verstehst du die Lage sofort: volle Südsonne, darunter der See als riesiger Spiegel, dahinter die Alpen. Bleib oben, solange du magst. Abends nimmst du die Fähre zurück, dann steht das Licht am besten.
Sonntag: See, Markt, letzter Sprung
Der Sonntag hat bewusst kein Programm. Spätes Frühstück, dann noch einmal ans Wasser. Im Sommer gehören Badesachen ins Gepäck, der Bodensee ist im August angenehm zum Reinspringen, und ein Vormittag am Ufer ist der beste Abschluss, den diese Route kennt. Wenn irgendwo Markt oder Fest ist, nimm es mit. Wenn nicht, reichen eine Bank am Rhein und ein letzter Blick über den See. Wie so ein Tag am Wasser mit Wein zusammenpasst, liest du im Artikel über Sommerwein an See und Strand.
Warum dir unser Wein danach anders schmeckt
Nach so einem Wochenende brauchst du keine Erklärung mehr, aber hier ist sie trotzdem. Der See speichert tagsüber Wärme und gibt sie nachts langsam ab. Die Wasserfläche wirft Licht auf die Reben, die Nächte bleiben trotzdem kühl. Genau dieser Wechsel hält die Säure lebendig und die Weine frisch statt schwer. Deshalb ist HEAVEN, unser Rosé, weich und sonnig, und HELL, unser Weißwein, klar und frisch. Die ganze Geschichte dahinter steht im Artikel Der See macht den Wein. Aber ehrlich: Wer einmal auf der Fähre stand und die Terrassen über dem Wasser gesehen hat, hat sie schon verstanden.
Nimm den See mit nach Hause.
HEAVEN Rosé und HELL Weißwein wachsen genau an dieser Route. Merk dir deine Flaschen vor.
Zum WeinNoch nicht durstig? Der Kreis erfährt es zuerst.
