Rosé ist der Wein, über den alle Bescheid zu wissen glauben und über den kaum jemand wirklich Bescheid weiß. Zeit, das zu ändern.
Kaum ein Wein wird so unterschätzt wie Rosé. Zu leicht, zu pink, nicht ernst zu nehmen, so das Vorurteil. Dabei steckt hinter jedem guten Rosé genau so viel Handwerk wie hinter Rot und Weiß. Wer einmal versteht, wie er entsteht, trinkt ihn nie wieder mit schlechtem Gewissen.
Rosé wird aus roten Trauben gemacht
Der wichtigste Fakt zuerst: Rosé kommt aus roten Trauben. Die Farbe eines Weins sitzt nämlich nicht im Saft, sondern in der Schale. Presst du rote Trauben und lässt den Saft sofort abfließen, ist er fast klar. Erst der Kontakt mit der Schale bringt Farbe ins Glas.
Beim Rosé bleibt genau dieser Kontakt kurz. Man nennt das Maischestandzeit: Die Schalen schwimmen nur ein paar Stunden im Saft mit, nicht Tage wie beim Rotwein. Je länger sie drinbleiben, desto kräftiger werden Farbe und Aroma. Ein paar Stunden ergeben ein zartes Lachsrosa, mehr Zeit ein sattes Pink. Der Winzer entscheidet also fast auf die Stunde genau, wie sein Rosé am Ende aussieht und schmeckt.
Nein, es ist nicht Rot plus Weiß
Das hartnäckigste Gerücht überhaupt: Rosé sei einfach Rot- und Weißwein zusammengekippt. Stimmt nicht. Für Stillwein ist genau das in der EU sogar verboten. Rosé entsteht immer aus roten Trauben und kurzer Maischestandzeit, nicht aus der Mischflasche. Die einzige große Ausnahme ist Rosé-Champagner, bei dem das Verschneiden erlaubt ist. Beim normalen Rosé im Regal gilt: aus der Traube, nicht aus dem Mixer.
Wie Rosé schmeckt
Geschmacklich sitzt Rosé genau da, wo es im Sommer am meisten Sinn ergibt: zwischen Weiß und Rot. Er hat die Frische und die kühle Säure eines Weißweins, dazu einen Hauch der Frucht eines Rotweins, rote Beeren, Melone, manchmal ein bisschen Zitrus. Wichtig: fruchtig heißt nicht süß. Ein gut gemachter Rosé ist trocken, die Frucht riechst und schmeckst du, Zucker bleibt aber kaum übrig. Warum so viele das verwechseln, haben wir in Ist Rosé süß? auseinandergenommen.
Vom belächelt zum Liebling
Lange war Rosé der Wein, den man leise bestellt hat. Zu Unrecht belächelt, verwechselt mit süßem Discounter-Zeug. Heute ist er längst Trend, an jeder Strandbar und auf jeder guten Karte, und tritt inzwischen sogar gegen den orangenen Dauergast an, siehe Rosé vs. Aperol Spritz. Trink ihn gut gekühlt, so bei acht bis zehn Grad, im Sommer, auf dem Balkon oder am See. Zum Essen ist er ein echter Allrounder: Er passt zu Salat, gegrilltem Gemüse, hellem Fleisch, Fisch und sogar zu Pizza. Genau diese Spannweite macht ihn so entspannt, du musst nicht lange überlegen, was dazu passt. Unser HEAVEN ist genau so ein Rosé: trocken, weich, vom Bodensee. Kein Angeber-Wein, sondern einer, den du einfach gern trinkst. Probier ihn und entscheide selbst.
Der unterschätzteste Wein im besten Glas.
HEAVEN ist ein trockener Rosé vom Bodensee. Gut gekühlt, ehrlich gemacht, ganz ohne Angeberei.
Zum WeinNoch nicht durstig? Der Kreis erfährt es zuerst.
