Weißwein muss man nicht studieren, man muss ihn nur trinken. Und weil ein bisschen Orientierung nie schadet, hier das Wichtigste in unter fünf Minuten, ganz ohne Wein-Snobismus.
Wenn dich die Wein-Regale bisher eher eingeschüchtert haben: völlig normal. Hundert Namen, keiner erklärt sie dir. Dabei reicht ein bisschen Grundwissen, und beim nächsten Mal weißt du genau, wonach du greifst. Fangen wir an.
Zwei Achsen, mehr brauchst du nicht
Vergiss für den Moment die tausend Namen. Weißwein sortierst du am einfachsten auf zwei Achsen. Die erste: trocken oder fruchtig. Trocken heißt, dass fast kein Zucker mehr im Wein ist, er schmeckt klar statt süß. Ein trockener Wein kann trotzdem fruchtig wirken, gemeint ist damit, wie stark die Frucht nach vorne kommt.
Die zweite Achse: leicht oder kräftig. Leichte Weißweine sind spritzig und frisch, du trinkst sie fast wie Wasser an einem heißen Tag. Kräftige sind voller und cremiger am Gaumen, sie füllen den Mund mehr aus. Wenn du weißt, wo auf diesen zwei Achsen du dich wohlfühlst, findest du fast jeden Wein, der dir schmeckt.
Die wichtigsten Sorten, je in einem Satz
Riesling: frisch, fruchtig, oft mit einer lebendigen Säure, der Klassiker unter den deutschen Weißweinen. Müller-Thurgau, auch Rivaner genannt: mild, unkompliziert, leicht, der klassische Alltagswein am Bodensee. Grauburgunder und Weißburgunder: etwas kräftiger und cremiger, rund am Gaumen, ideal wenn dir Riesling zu spritzig ist. Sauvignon Blanc: grün und spritzig, oft mit einer Note von frischem Gras oder Stachelbeere, ziemlich lebendig. Mehr musst du für den Anfang wirklich nicht wissen.
So findest du deinen Typ
Der ehrlichste Weg führt übers Probieren. Kauf dir zwei, drei verschiedene Flaschen, trink sie an unterschiedlichen Abenden und merk dir, was dir gefallen hat. Kein Notizbuch nötig, dein Bauch weiß das schon. Nach ein paar Runden hast du deinen Typ gefunden, und dann wird das Weinregal plötzlich richtig sympathisch.
Ein Tipp am Rande: Fast jeder Weißwein wird besser, wenn er richtig gekühlt ist. Zu warm wirkt er breit, zu kalt verschwindet die Frucht. Wie du die richtige Temperatur triffst, haben wir dir hier aufgeschrieben. Und wenn du wissen willst, wo in Deutschland welcher Weißwein wächst, lohnt der Blick in unseren Vergleich der Weinregionen.
HELL, wenn du einfach anfangen willst
Unser HELL ist genau für diesen Moment gemacht: ein frischer, unkomplizierter Weißwein vom Bodensee, trocken, aber weich, ohne harte Ecken und Kanten. Die Trauben wachsen rund um Meersburg, ausgebaut wird er in der Spitalkellerei Konstanz, einem der ältesten Weinkeller Deutschlands, weltweit nur eine Handvoll älter. Uraltes Handwerk, jung gedacht.
Es ist kein Wein, bei dem du irgendetwas richtig machen musst: kühl stellen, eingießen, loslegen. Perfekt, wenn du dich langsam herantasten willst, ohne dich für eine Sorte entscheiden zu müssen. Unseren Weißwein findest du hier.
Weißwein muss nicht kompliziert sein.
HELL, frisch vom Bodensee, trocken und unkompliziert. Der perfekte Einstieg.
Zum WeinNoch nicht durstig? Der Kreis erfährt es zuerst.
