Du musst dir eigentlich nur eine Zahl merken: 8 bis 10 Grad. Für alles andere gibt es diese Tabelle.
Kaum etwas entscheidet so sehr darüber, wie ein Wein schmeckt, wie seine Temperatur. Derselbe Rosé kann frisch und präzise sein oder breit und müde wirken, nur weil die Flasche zu lange in der Sonne stand. Die gute Nachricht: Das Thema ist keine Wissenschaft. Es ist ein Spickzettel mit sechs Zeilen. Einmal gespeichert, für immer geklärt.
Die Tabelle: Weintemperatur auf einen Blick
| Weintyp | Ideale Temperatur | Kühlschrank | Eiswasser mit Salz |
|---|---|---|---|
| Schaumwein & Sekt | 5–7 °C | ca. 180 Min. | 18–20 Min. |
| Rosé | 8–10 °C | ca. 150 Min. | 12–15 Min. |
| Weißwein, leicht | 8–10 °C | ca. 150 Min. | 12–15 Min. |
| Weißwein, kräftig | 10–12 °C | ca. 120 Min. | ca. 10 Min. |
| Rotwein, leicht | 14–16 °C | 30–45 Min. | ca. 5 Min. |
| Rotwein, kräftig | 16–18 °C | 15–20 Min. | meist unnötig |
Alle Zeiten gerechnet ab Zimmertemperatur, also etwa 22 Grad. Steht die Flasche schon kühl, halbieren sich die Zeiten grob.
So liest du die Tabelle
Die zweite Spalte ist das Ziel, die beiden rechten Spalten sind der Weg dorthin. Kühlschrank heißt: Flasche einfach reinstellen und warten. Eiswasser mit Salz ist die Abkürzung für alle, die in einer Viertelstunde anstoßen wollen. Und ein Tipp aus der Praxis: Schenk im Zweifel lieber einen Tick zu kalt ein. Ein Glas wärmt sich in wenigen Minuten von selbst auf, andersherum wird es schwierig.
Auffällig ist die Rotwein-Zeile, oder? Zimmertemperatur stimmt für Rotwein nämlich nur, wenn dein Zimmer ein Gewölbekeller ist. 22 Grad sind für fast jeden Roten zu warm, deshalb darf auch er kurz in den Kühlschrank. Und ein leichter, gekühlter Roter bei 14 bis 16 Grad ist im Sommer eine ernstzunehmende Alternative.
Der Eiswasser-Trick, einmal erklärt
Schüssel oder Kübel, Wasser, viel Eis, eine großzügige Prise Salz, Flasche rein, alle paar Minuten drehen. Das Salz senkt den Schmelzpunkt des Eises, dadurch wird das Wasser kälter als null Grad. Und weil Wasser Kälte viel besser überträgt als die Luft im Gefrierschrank, ist die Flasche in Minuten statt Stunden auf Temperatur. Die ausführliche Anleitung mit allen Handgriffen findest du im Artikel übers richtige Kühlen von Rosé. Unterwegs funktioniert der Trick übrigens genauso gut, mehr dazu im Sommerwein-Guide für See und Strand.
Zu kalt gibt es auch
Kälte ist nicht gleich Genuss. Unter etwa 6 Grad legt sich die Temperatur wie ein Deckel über den Wein, Duft und Frucht verschwinden fast komplett. Direkt aus dem kältesten Fach des Kühlschranks ist ein Rosé oder Weißwein deshalb oft stummer, als er sein müsste. Kein Drama: Glas einschenken, ein paar Minuten warten, das Aroma kommt von selbst zurück. Warum unser HELL seinen Punkt bei etwa 9 Grad trifft, liest du im Weißwein-Temperatur-Guide.
Zwei Weine, eine Zeile
Unsere beiden sind fürs kalte Glas gemacht. HEAVEN, unser trockener Rosé, und HELL, unser Weißwein, kommen vom Bodensee, gekeltert in einer Kellerei in Konstanz, die das seit 1225 macht. Beide trinken sich am schönsten bei 8 bis 10 Grad. Du brauchst also genau eine Zeile aus dem Spickzettel und einen Platz im Kühlschrank. Einfacher wird Wein nicht.
Merk dir 8 bis 10 Grad.
Und am besten gleich den Wein dazu: HEAVEN Rosé und HELL Weißwein vom Bodensee.
Wein vormerkenNoch nicht durstig? Der Kreis erfährt es zuerst.
