Glühwein ist die einzige Weinsorte, bei der niemand fragt, was eigentlich drin ist. Das sagt schon fast alles.
Jedes Jahr im November passiert das Gleiche. Es wird kalt, die Buden öffnen, und plötzlich trinken alle heißen, süßen Wein aus Tassen, den sie sich im Juli nie einschenken würden. Wir verstehen den Reiz. Die Hände sind warm, es riecht nach Zimt, alle stehen zusammen. Der Moment ist gut. Das Getränk ist es meistens nicht.
Ehrlich: Was Glühwein wirklich ist
Glühwein ist in den meisten Fällen einfacher Basiswein, kräftig gesüßt und mit Gewürzen erhitzt. Der Zucker übertönt, was der Wein nicht kann, die Hitze erledigt den Rest. Deshalb schmeckt fast jede Tasse gleich, egal an welcher Bude du stehst. Und deshalb fühlt sich der Kopf danach oft an wie in Watte. Warm und süß trinkt sich schneller, als man denkt, und wie viel Alkohol wirklich in der Tasse war, merkst du erst am nächsten Morgen.
Das ist kein Vortrag gegen den Weihnachtsmarkt. Geh hin, triff deine Leute, halt die Tasse, wärm die Hände. Aber für alle Abende drumherum, drinnen, auf dem Sofa, am Küchentisch, gibt es eine bessere Idee.
Weißwein hat keine Saison
Der Irrtum sitzt tief: Weißwein gilt als Sommergetränk, als wäre er am ersten Oktober abgelaufen. Dabei ändert sich drinnen genau nichts. Deine Küche ist im Januar so warm wie im Juli, der Abend genauso lang. Ein frischer, klarer Weißwein funktioniert bei Kerzenlicht mindestens so gut wie auf dem Balkon. Eher besser, weil im Winter niemand in Eile ist.
HELL, unser Weißwein vom Bodensee, ist genau so gebaut. Trocken, frisch, klar, ohne Schnörkel und ohne Zuckerdecke. Die Trauben wachsen in einer Region, die seit Jahrhunderten Wein macht, gekeltert in einer Kellerei, die es seit 1225 gibt. Alte Weinregion, junges Glas. Das gilt im Dezember genauso wie im Juni.
Drei Winterabende, die so besser laufen
Der Raclette-Abend. Geschmolzener Käse ist fett und salzig und braucht etwas Frisches dagegen. Ein kalter Weißwein schneidet durch, ein heißer, süßer Wein legt sich einfach nur oben drauf. Welche Kombinationen sonst noch funktionieren, steht in unserem Text über Wein und Essen.
Der Kerzen-Abend. Playlist an, Handys weg, zwei Gläser auf dem Tisch. Hier passt ein Wein, der leise ist und trotzdem etwas kann. Nichts, was nach Bude riecht, nichts, was du erklären musst. Einschenken, reden, fertig.
Der Abend nach dem Weihnachtsmarkt. Ihr wart draußen, ihr hattet eure Tasse, jetzt sitzen alle bei dir in der Küche und keiner will heim. Genau jetzt eine kalte Flasche aufmachen. Das ist der Moment, in dem aus einem okayen Abend ein richtig guter wird.
Kalt trinken, wenn es draußen kalt ist?
Ja. Der Reflex sagt etwas anderes, aber Weißwein will auch im Winter seine acht bis zehn Grad. Das Problem ist eher die geheizte Wohnung, in der das Glas schnell zu warm steht, nicht der Schnee vor dem Fenster. Also ruhig direkt aus dem Kühlschrank einschenken und die Flasche zwischendurch zurückstellen. Wie du die Temperatur ohne Thermometer triffst, haben wir hier aufgeschrieben.
Und wer den Winter lieber in Rosa mag: HEAVEN, unser Rosé, spielt nach denselben Regeln. Kalt, trocken, ehrlich. Ganz ohne Zimt.
Der Winter kann kommen.
HELL, unser Weißwein vom Bodensee. Frisch, klar, ohne Zuckerdecke. Merk ihn dir vor und probier uns, sobald es losgeht.
HELL vormerkenNoch nicht durstig? Der Kreis erfährt es zuerst.
